eigenwillige Figuren

Die Entscheidung, welche Figuren aus dem ersten Band hier wieder erscheinen, ist nun doch breiter ausgefallen, als eigentlich beabsichtigt, allerdings treten einige nur am Rande in Erscheinung.

Als ich den ersten Band beendet hatte, war ich fest der Überzeugung, dass der zweite schneller gehen würde. Ich hatte ja viel gelernt von den Lektorinnen, die Erfahrung generell usw.

Aber … wie schon erwähnt: Berufstätige tun sich mit nebenberuflicher Schreiberei doch etwas schwerer 😉 Nichtsdestotrotz ist der zweite Band nun schon relativ weit gediehen und auch die Figuren – neue wie alte – haben nun ihren festen Platz. Oft ist es ja so, dass man eine gewisse Vorstellung von bestimmten Charakteren hat, doch manche entwickeln noch während des Schreibens ein Eigenleben und laufen in eine völlig andere Richtung. Ich mag das, auch wenn es gegen das klassische “mache ein Skript und halte dich an den roten Faden” wieder mal völlig verstößt.

Meine Hauptfigur ist ein eher zwiespältiger Charakter, was in mir die Frage aufwirft, in wie weit das klug ist. Im Normalfall ist der Protagonist ja immer der “Gute”. Er mag seine Marotten oder Schwächen und natürlich seinen inneren Konflikt haben, aber alles in Maßen. Meine Hauptfigur strapaziert dieses “in Maßen”, ein Umstand, den ich besonders reizvoll finde. Ob andere der gleichen Ansicht sind, muss sich natürlich erst zeigen 😉 .

6. Januar 2019