K.O.Bold

Auch wenn ich einen recht abwechslungsreichen Job im Exportbereich habe, der mir unheimlich Spaß macht und ich meine Kollegen (ok, die meisten 😉 ) wirklich sehr gern mag, freue ich mich doch auch immer, wenn Feierabend ist und ich mich wieder – neben meiner Familie – um meine Schreiberei kümmern kann.

Privat lebe ich eher zurückgezogen und ich schätze meine Privatsphäre. Das ist für mich wie Batterien aufladen. Meine Familie (inklusive Hund) steht für mich im Mittelpunkt meines Universums und ich habe auch nur einen kleinen Freundeskreis. Mit der Bezeichnung „Freund“ gehe ich sehr vorsichtig um, „Klasse statt Masse“ finde ich einfach besser. Auch bin ich auf keiner Social-Media-Platform vertreten. Darauf werde ich immer wieder angesprochen, dass das doch ein „must-have“ ist, gerade im ebook-Bereich. Nein, danke 🙂 .

Ein ganz großer Traum von mir war es schon seit ich Teenager war, ein Buch zu veröffentlichen. Als ebook hatte ich ihn mir mit Skadlaris zumindest zum Teil erfüllt, aber in meinen Augen ist das irgendwie dennoch nicht das gleiche, wie ein Buch in Papierform. Nun heißt es, für no-name-Schreiberlinge ohne Beziehungen einen Verlag zu finden sei ungefähr so wahrscheinlich, wie ein 6-er im Lotto. Hier hatte ich allerdings (wie bereits an anderer Stelle erwähnt) das unglaubliche Glück, über Neobooks beim Scouting rausgepickt zu werden. Ja und nun wird mein Buch, nach intensivem Austausch mit dem Lektorat, tatsächlich beim Drömer-Knaur-Verlag in der überarbeiteten Version sowohl als ebook, als auch als Taschenbuch veröffentlicht – ist das zu fassen?

Bücher haben mich schon von Klein auf fasziniert. Seine Fantasie auf Reisen zu schicken, sich ganz in einer Geschichte zu verlieren … Meine Mutter sagt immer, dass sie bereits damals, als ich noch in den Kinderschuhen steckte, gar nicht mit dem Bücherkaufen hinterher gekommen ist. Ich kann mich noch gut an mein erstes Buch erinnern: Peter Pan – natürlich mit vielen bunten Bildern, gebunden in weich gepolstertem Softcover.

Diese brennende Leidenschaft fürs Lesen ist bis heute geblieben. Am liebsten mag ich Thriller, Krimi und Fantasy, aber auch Bücher über Psychologie, Kriminologie und Pathologie. Faszinierend finde ich auch immer wieder Berichte über neue technische Errungenschaften. Manchmal denke ich, dass es doch nun wirklich nichts mehr geben kann, was der Mensch nicht schon erfunden hat, dass das Ultimo endgültig erreicht ist, nur um dann wieder einen Artikel zu lesen, der mich aufs Neue total fasziniert und verblüfft. Die Ideen, über die es in diesen Beiträgen geht, erscheinen einem auf den ersten Blick vollkommen unrealistisch oder vielleicht verrückt, aber auf den zweiten Blick sind sie einfach unglaublich clever, sei es im Bereich der Energiegewinnung, der Umwelttechnologie oder was auch immer. Beispielsweise habe ich einen Bericht gelesen über eine niederländische Firma, die Plastik (unter anderem Müll aus den Ozeanen!) recycelt, um daraus ausgesprochen belastbaren Straßenbelag herzustellen, bei dem es z.B. auch nicht mehr die gefährlichen Blow-ups gibt. Klingt utopisch? Ich find’s einfach nur G-E-N-I-A-L !!!

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Warum ich schreibe:

Wenn ich schreibe, vergesse ich alles um mich herum. Alle Probleme treten in den Hintergrund und ich tauche tief in meine Geschichte ein. Mein Ziel ist es so zu schreiben, dass auch mein Leser alles um sich herum – Probleme, Schwierigkeiten, Arbeit … – für eine kleine Zeit vollkommen vergisst und sich forttragen lässt in meine Welt, wo er mit meinen Figuren kämpft, lebt, liebt und am Ende über das Böse triumphiert. Und egal ob Buch, Film oder reales Leben:  ein Happy End ist obligatorisch 🙂 .

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Bisherige Projekte:

Abgesehen von einigen Kurzgeschichten ist „Skadlaris – die Prophezeiung“ mein erstes Buch, an dem ich allerdings viele Jahre (besonders die letzten) gefeilt habe. Da hängt wirklich mein Herz dran und ich hoffe, dass es die Leser ebenso in seinen Bann zieht, wie es das bei mir getan hat, als ich es schrieb. Ich weiß noch, wie ich an meinem Arbeitsplatz immer Notizzettel versteckt hatte, damit ich die Ideen (die natürlich immer zu den unpassendsten Zeiten kamen) zumindest schnell aufkritzeln konnte. Abends bin ich dann mit vielen kleinen, zerknitterten Zetteln in meiner Hosentasche nach Hause gefahren und habe sie gleich umgesetzt. Nicht selten ist das in einen regelrechten Schreibrausch ausgeartet, der bis in die frühen Morgenstunden gedauert hat. Dann zwei Stunden schlafen, total übermüdet in der Arbeit sitzen, den Feierabend herbeisehnen, um endlich wieder weiterschreiben zu können …
Wer jemals einen richtigen Schreibrausch hatte, weiß was ich meine 😉 .

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Ich schreibe gerade an:

Im Moment schreibe ich an zwei Dingen:

Zum Einen am zweiten Teil zu Skadlaris – wobei es sich hier allerdings nicht zentral um den Drachen dreht. Neue Story, neue Figuren, neue Abenteuer. Wer den ersten Band kennt und sich gefragt hat, was es eigentlich mit den Minjai und der dunklen Schlucht auf sich hat, wird hier auf seine Kosten kommen. Der Entwurf ist im Moment bei etwa gut der Hälfte, jedenfalls denke ich das – aber wer weiß, was einem beim Schreiben noch so einfällt und wohin die Reise noch führt? Mal sehen, wie dick das Buch am Ende dann tatsächlich wird. Im Moment schwirren mir so viele Ideen durch den Kopf, dass ich mich frage, ob ich das alles überhaupt in dieses eine Buch einbringen kann.

Zum Zweiten versuche ich mich an einem zeitkritischen Jugendroman zu Geschehnissen, die mir seit längerer Zeit ziemlich Kopfzerbrechen bereiten. Der steckt allerdings noch in den Anfängen, weil es ein extrem heikles Thema ist, bei dem meines Erachtens nach ungeheuer viel Fingerspitzengefühl und ein gewaltiger Berg an Hintergrundwissen erforderlich ist. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Ich weiß nicht, ob dieses Buch je fertig wird, denn es kostet mich immer wieder Überwindung, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Andererseits denke ich, vielleicht kann das Buch ja, wenn es doch einmal fertig werden sollte, auch ein winziges Bisschen bewegen (… dieser Satz stammt von dem unerschütterlichen, kleinen Optimisten in meinem Hinterkopf).

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KURZVITA:

* 2002-2004 Fernkurs Autorenschule
* 2003 Veröffentlichung mehrerer Kurzgeschichten in „Kinderschatz Kalender 2004  /// 3-Minuten-Geschichten“ (Gondrom-Verlag / gondolino)
* 2004 – 2006 Eishockey-Nachwuchs Berichterstattung
* 2012 Veröffentlichung eines Gedichtes in „Gedicht und Gesellschaft 2012 – Der Jahrestag / Die Reise“ (Brentano-Gesellschaft)
* 2014 Veröffentlichung ebook „Skadlaris – die Prophezeiung“ (Neobooks)
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2015 Theater-Aufführung Krimi-Dinner (Skript + „Regie“) – Firmeninterne Aufführung zur Weihnachtsfeier mit unseren unglaublichen, phänomenalen, wahnsinns-Azubis (eines der allerschönsten Erlebnisse überhaupt! Siehe auch Blogbeitrag Krimi-Dinner )
* 2016 Veröffentlichung  von „Skadlaris – die Prophezeiung“ in überarbeiteter Version als ebook und Taschenbuch (Knaur-Verlag)

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Nachdem so viel Missbrauch mit persönlichen Daten und Bildern im Internet getrieben wird, gehöre ich zu denen, die das so weit es nur irgend geht, meiden. Aus dem Grund wollte ich auch auf meiner Website kein Bild von mir hochladen, aber da nun auch mit dem Buchdruck eins veröffentlicht wird, kann ich es genauso gut auch einstellen.

2004 Zuschnitt 13-18

 

Auch an dieser Stelle nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Dott vom „fotograf in buchloe“! Wer wissen möchte, wie die Fotosession gelaufen ist, kann sich gerne den Blogbeitrag „Blitz-Geblinzel“ vom März 2016 anschauen.