Erwartungen

Ein Freund hat einmal zu mir gesagt, dass ich oft zu hohe Erwartungen stelle. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ich denke, je niedriger man die Erwartungen (zumindest an sich selbst) schraubt, desto weniger zufriedenstellend ist doch das, was unterm Strich herauskommt. Vielleicht ist es auch einfach nur ein bequemerer Weg, es sich selbst leicht zu machen. Wie dem auch sei, ich für meinen Teil kann eh nicht aus meiner Haut.

Aber wie sieht es denn mit der Erwartung an ein Buch aus? Eigentlich bin ich ja gerade dabei, ein weiteres Buch in Anlehung an Skadlaris zu schreiben (Fortsetzung würde es nicht wirklich treffen, weil Skadlaris ja nicht mehr aktiv darin vorkommt, sondern in erster Linie nur als grundlegende Hintergrundgeschichte existiert). Aber genau hier bin ich jetzt mit mir am Hadern: Ich weiß zwar in etwa, wie ich mir das Buch vorstelle, aber die Frage ist, was der Leser von diesem Buch erwartet, der das erste Buch kennt und dem es gefallen hat. Erwartet er nun, die gleichen Haupt-Figuren wieder zentral zu erleben, wieder den Drachen in Aktion zu sehen?  Dann würde er zwangsweise enttäuscht werden.

„Skadlaris – die Prophezeiung“ ist ja eine in sich geschlossene und abgeschlossene Geschichte, vielleicht sollte ich es dabei belassen und die Story, die ich jetzt angefangen habe, soweit umarbeiten, dass sie vollkommen ohne Bezug auf das erste Buch stehen kann. Andererseits wäre es doch schade, da das Buch in der Rohfassung schon realtiv weit gediehen ist.

Na, mal sehen 😉 .

3. April 2016