Hinter den Kulissen

Die Entstehung von „Skadlaris – die Prophezeiung“:

Wann genau ich damit begonnen habe, an diesem Buch zu schreiben? Hm, schwer zu sagen. Damals waren die PC’s noch nicht so super-multifunktionale XXL-Alleskönner. Ich weiß noch, wie ich vor dem Röhrenbildschirm saß, alles nur schwarzer Hintergrund und gräulich-weiße Schrift. Das, zusammen mit dem ständigen leisen Flackern der Oberfläche … oh mei … Auch gab es da noch keine Symbole, keine Suchen/Ersetzen-Funktionen und all die ganzen anderen komfortablen Word-Spielereien, die einem heute das Schreiben so sehr erleichtern.

Angefangen mit Skadlaris – die Prophezeiung habe ich schätzungsweise im Jahr 2000, plus-minus zwei Jahre. Zwischendrin gab es auch lange Schreibpausen, die meist entstanden sind, wenn ich an eine Stelle angelangt war, wo sich das Geschehen irgendwie festgefahren hatte und mir einfach im Moment nichts mehr einfallen wollte. Da hab ich es frustriert beiseite „gelegt“ (sofern man etwas bei einem PC legen kann) und dann in den ersten Jahren tatsächlich eine ganze Weile nicht mehr dran gedacht, bis ein neuer PC fällig war oder ein neues Betriebssystem installiert wurde. Und bei der notwendigen Datensicherung fiel mir das Buch dann auf einmal wieder ins Auge: Reingelesen, weitergeschrieben, … naja und so ist es über die Jahre hinweg gewachsen.

Doch je weiter das Buch gediehen war, desto mehr wandelte sich das. Immer kürzer wurden die Schreibpausen, immer länger die Phasen, in denen ich regelrecht besessen war von diesem Buch. Tag und Nacht sind meine Gedanken nur noch um dieses Thema gekreist.

Mein bester und ältester Freund Harald hat mir schon frühzeitig zu ebooks geraten. Aber mein „Baby“, das Buch, an dem ich jahrelang gearbeitet und in das ich so unendlich viel Herzblut gesteckt hatte, nun einfach so „verbrennen“ und es auf die Art dann unbrauchbar für alle seriösen Verlage machen? Auf keinen Fall! Also habe ich brav die Verlage angeschrieben mit Exposé, Leseprobe und bin auch immer wieder freundlich abgelehnt worden, jedoch ohne die Chance auf ein Feedback, warum eigentlich. Ich glaube das ist das größte Problem, wenn man selbst schreibt: gute, aber gleichzeitig auch kritische Leser zu finden, die in der Lage sind den Finger genau auf die Stellen zu legen, wo es noch hakt.
Mit der Zeit wuchs der Frust immer mehr und irgendwann war ich an dem Punkt an dem ich mir dachte: ok, du hast jetzt zwei Optionen:

Option A: du legst es in die Schublade und wartest, bis wieder eine neue „Drachenwelle“ ausbricht, die Nachfrage nach Drachengeschichten steigt und dann versuchst du es nochmal.
Wenn es sowas nochmal gibt.
Irgendwann.
Vielleicht.
Hm….

Option B: e-Book. Auf der Website von Neobooks habe ich mir erst einmal deren AGB’s und sämtliche Infos, die es hierzu gab, heruntergeladen und mit Textmarker in der Hand intensiv durchgelesen. Klang alles super, soweit so gut. Nun musste noch ein eigenes Cover her!

Eine ungefähre Vorstellung, wie es aussehen sollte, hatte ich schon. Von Harald hatte ich vor einigen Jahren den Umgang mit Photoshop CS 3 gelernt und meine Nichte Pia hatte sich ohne Umschweife dazu bereit erklärt, sich als Model zur Verfügung zu stellen. Als das Foto-Shooting mit ihr fertig war, ging die Arbeit mit Photoshop los (und nochmal tausend Dank an Pia fürs schnelle Vorbeikommen, deine Bereitschaft, deine Geduld beim Posen … bist halt mein Bienchen 😉 ). Step-by-Step entstand nun das Cover zu Skadlaris.

Nachdem auch diese Hürde endlich genommen war, kam der große Augenblick: der Upload bei Neobooks! Hundert Mal kontrollieren: habe ich auch alles richtig ausgefüllt, habe ich auch alles berücksichtigt, alles richtig angeklickt, alles richtig gemacht? Wirklich??? Ok …

Veröffentlichen anklicken –
Luft anhalten –
Benutzer abmelden –
Weiter Luft anhalten –
über den Suchen-Button prüfen, ob es funktioniert hat –
immer noch Luft anhalten –
DA! Da stand es: Skadlaris, die Prophezeiung!!!
YESSS!!!
Luftanhalten beenden – atmen 😉

Nun bestand natürlich die Sorge, dass das Buch durch die vielen anderen Uploads, die täglich bei Neobooks gemacht werden, schlichtweg fortgespült würde, ehe es eine Chance erhielt, sich zu platzieren.

Aber… siehe da! Ich weiß auch nicht recht, woran es nun gelegen ist, aber es ist super gelaufen, nicht nur was die Downloads angeht, sondern außerdem hat es Skadlaris sogar für eine gewisse Zeit geschafft, auf beide Top Ten-Listen (sowohl die Indie-, als auch die Bestbewertet-Liste) gleichzeitig und in den vordersten Rängen zu landen!

Ranking Platz 1

Das war der absolute Wahnsinn  – mehr als womit ich je bei einer ebook-Veröffentlichung gerechnet hätte. Aber der schönste Moment war, als mein Buch auf die November-Shortlist 2014 kam und es endlich professionell geprüft wurde. Nach ein paar Wochen kam dann das Feedback von Knaur-Drömer-Verlag mit der Antwort, dass Ihnen mein Buch gut gefallen hätte, sie aber an ein paar vereinzelten Stellen noch Verbesserungspotential sähen.

So sehr ich mir ja vorher konstruktive Kritik gewünscht hatte, so war ich doch im ersten Moment erschüttert und empört: mein Buch hatte noch Verbesserungspotential? MEIN BUCH?!?!?! Wo denn?! Drei Tage lang wurde die Kritik von mir schmählich verachtet. Am vierten Tag entschied ich mich, sie doch mal zumindest auszudrucken. Mit schrägem (und ich meine wirklich seeehr schrägem) Seitenblick nahm ich sie in die Hand: Hmmm … ok, die ganzen Anmerkungen stimmten natürlich ÜBERHAUPT sowas von gar nicht! Aber diese eine Sache …? Naja, da könnte ich ja vielleicht schon dran arbeiten …

So begann ich, einen Kritikpunkt nach dem anderen zu überdenken und stellte letztendlich fest, dass die Anmerkungen von Knaur-Drömer nicht nur absolut begründet, sondern wirklich Gold wert waren. Je mehr ich entsprechend den Bemerkungen das Buch regelrecht umkrempelte, desto mehr stellte ich fest, um wie viel besser die Geschichte jetzt geworden war!

Das Überarbeiten hat ca. drei Monate in Anspruch genommen, in denen ich abends und am Wochenende richtig intensiv und gnadenlos an meinem Buch gefeilt habe.

Das allerdings hatte zur Folge, dass der Text sowohl was das Inhaltliche, als auch was die Reihenfolge in der Erzählung betraf, einige Veränderungen erfahren hatte. Das Problem, das mir nun hieraus erwuchs war, dass ich, nachdem ich den Text schon gefühlte tausend Mal durchgelesen und immer wieder geändert hatte, einfach nicht mehr erkennen konnte, ob noch alles logisch war und die zeitlichen Abläufe stimmten.

Hier kam meine Schwester ins Spiel. Nachdem sie die Neufassung vollständig durchgelesen hatte, haben wir anschließend noch über Wochen hinweg fast täglich Szenen hin und her gemailt – sie war einfach nur genial! TAUSEND DANK AN DICH – DU BIST DIE ALLERBESTE!!!

Außerdem möchte ich nochmal aus tiefstem Herzen ein Dankeschön an die Lektorin aussprechen, die sich wirklich die Zeit genommen hat, sich mit meinem Buch auseinanderzusetzen. Jetzt, nachdem Skadlaris vollständig überarbeitet ist, ist es gar kein Vergleich mehr 🙂 .

Wie es danach weiterging, kannst du in den Blogbeiträgen:

http://k-o-bold.com/ein-traum-wird-wahr/

http://k-o-bold.com/ich-seh-rot/

http://k-o-bold.com/ex-und-hopp/ und

http://k-o-bold.com/cover-up/  lesen.

Die bisherigen Rezensionen zu der „Urfassung“ kannst du, lieber Leser, u.a. hier auf der Website nachlesen. Nun bin ich gespannt auf die Rezensionen zur Neufassung 🙂 .